DigiCult Museen SH - Aktuelles

  Premiere für das 10.000 ste digiCULT Objekt  
  Der Bürgermeister von Rendsburg hatte am 7.3. 06 die Presse zu einem besonderen Ereignis eingeladen. Das 10.000ste digital erfasste Sammlungsobjekt, eine Zunftlade der Rendsburger Böttcherkunst von 1581, wurde feierlich vom Leiter des Flensburger Museumsberges, Prof. Dr. Schulte-Wülwer, an den Kollegen des Rendsburger Museums, Dr. Martin Westphal, als Dauerleihgabe übergeben.

Es handele sich um eine „kultur- und landespolitische Premiere", die nicht hoch genug einzuschätzen ist, so Martin Westphal. Hier konnten der Vorsitzende des Museumsverbandes, Prof. Dr. J-H Wolf und der Leiter des digiCULT Projektes, Lütger Landwehr, die der Presse zum Projekt Rede und Antwort standen, nur zustimmen.

Möglich machte diesen Austausch der Zugriff auf die im Rahmen von digiCULT entwickelte überregionale Sammlungsdatenbank, mit der auch Provenienzen der Sammlungsstücke aufgespürt werden können. So wanderten insgesamt 18 Museumsexponate Rendsburger Provinienz aus dem Flensburger Magazin nach Rendsburg , unter anderem Steingutkörbe, Kerzenleuchter, Terrinen und Tintengeschirr aus der Rendsburger Fayencemanufaktur spätes 18. Jahrhundert bis frühes 19. Jahrhundert und sogar Kanzelschmuck aus dem 16. Jahrhundert von der Rendsburger Marienkirche.
Die in digiCULT eingesetzten modernen Technologien ermöglichen sowohl die lokale Recherche nach Sammlungsobjekten in jedem Museum als auch die überregionale Suche über das Internet im Museumsportal. Dieser einfache Zugang zu den Objekten wurde der Presse durch eine Beamerpräsentation aus dem Internet verdeutlicht.

Eine solche Zugangsmöglichkeit zu dem digitalen Kulturerbe macht, so Landwehr, die Zusammenarbeit der Museumskollegen in Zukunft erheblich einfacher und ermöglichst den angestrebten Austausch und die damit verbundene bessere Profilierung der Museen. Alle Beteiligten waren sich daher einig, wie notwendig die geplante Fortsetzung des Projektes mit noch mehr Museen für die Entwicklung der Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins ist. So sichere man die Zukunftsfähigkeit der Häuser und fördere das noch zu wenig genutzte kulturtouristisches Potential der Museen.
 
  Link: www.rendsburg.de/kultur-sport/museen.html  
 
Lütger Landwehr, 10.03.2006