DigiCult Museen SH - Aktuelles

Prof. Gerhard Fouquet, Prorektor und designierter Präsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  digiCULT Verbundkonferenz 2008  
  Mit 70 Teilnehmern aus Museum, Hochschule und Verwaltung am 11.2.08 stieß die erste digiCULT Konferenz im Rahmen des neuen Projektes auf reges Interesse. Lütger Landwehr, der als Projektleiter auch für das neue Projekt verantwortlich zeichnet, konnte neben den Vertretern aus den schleswig-holsteinischen Museen, dem Wirtschaftsministerium und der Staatskanzlei auch die Partner aus Hamburg, dem Saarland, dem gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) aus Göttingen und von der Humboldt Universität Berlin begrüßen. Er betonte die gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten für den Fortbestand des Projektes, ein wichtiges Diskussionsthema der Konferenz.
Frau Caroline Schwarz, Beauftragte für Minderheiten und Kultur in der Staatskanzlei, überbrachte die Grüße des Ministerpräsidenten und machte das große Interesse des Landes an der langfristigen Verstetigung von digiCULT deutlich.
Prof. Gerhard Fouquet, Prorektor und designierter Präsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, verwies in seinen Grußworten auf die gesellschaftliche Verantwortung zur Sicherung der Kultur, der sich die CAU auch im Rahmen des neuen Museumskonzeptes stelle, in dem digiCULT eine wichtige Aufgabe für den Wissenstransfer zukomme.
Für den Museumsverband betonte auch Prof. Jörn-Henning Wolf die aktive Rolle der Universität mit ihren in das Projekt eingebrachten Sammlungen. Die Partnerschaft mit dem GBV formulierte er als positives Zeichen für die gewünschte Verstetigung.

Diese werde, so Lütger Landwehr in seinem Bericht zu aktuellen Entwicklungen und Inhalten des neuen Projektes auch dadurch unterstützt, dass für die weitere Arbeit der Fokus neben technischen Weiterentwicklungen auch auf der Anbindung der schleswig-holsteinischen Museen an vorhandene und zukünftige Wissensressourcen liege. Der lokalen Vernetzung müsse der Anschluss an nationale und internationale Fachdatenbanken und Portale folgen wie BAM, Prometheus, GBV Verbundkatalog, DDB, EDL. Im neuen Projekt liege daher auch ein Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung und Umsetzung von Standards für Weitergabe und Austausch von Objektdaten und Vokabularen.
Durch die in digiCULT schon umgesetzten Vernetzungen und durch ständige Erhöhung der eingestellten Museumsobjekte sei auch die Nutzung des Museumsportals weiterhin gestiegen. Sie lag im Jahr 2007 bei insgesamt 18 Millionen Zugriffen bei über 1,2 Millionen Besuchen (siehe auch entsprechende pdf Datei unter „Konferenzen“)

Die Kooperation mit den digiCULT Partnern war ein weiteres Thema der Konferenz. Durch Vorträge von Dr. Horst Scholz, IT-Leiter der Hamburger Kulturbehörde und Dr. Michael Merkel, Sammlungsleiter im Helmsmuseum, wurde die Hamburger Digitalisierungsinitiative vorgestellt und die Kooperation mit digiCULT erläutert (siehe Vorträge unter Konferenzen).
Frau Dr. Haffner von der Humboldt Universität zu Berlin stellte das Prometheus Projekt als verteiltes Bildarchiv für Forschung und Lehre vor. DigiCult wird mit ausgesuchten Sammlungsobjekten aus Schleswig-Holstein diesem internen Datenbankportal zuliefern, um somit die digiCULT-Objekte gezielt für Museen, Hochschulen und Schulen in Deutschland zugänglich zu machen (Vortrag als pdf Datei unter Konferenzen downloadbar).

Die Vorstellung und Demonstration aktueller Digitalisierungshardware vom Projektfotografen Sönke Ehlert machte die schnelle technologische Entwicklung hin zu immer höheren Auflösungen deutlich. Projekt und digiCULT-Museen haben in neue Kameras investiert, um die Qualität der Digitalisierung zu steigern. Aber es geht nicht nur um Hardwarefinanzierungen. Die Plenumsdiskussion zum letzten Thema der Konferenz beschäftigte sich daher mit der Frage der langfristigen finanziellen Absicherung und Institutionalisierung von digiCULT. Nach Auslaufen der Projektfinanzierung Ende 2010 soll DigiCult durch Beiträge der Beteiligten (Museen, Länder, Partner) in die Verstetigung geführt werden. Weitere Gespräche hierzu sind mit der Landesregierung, der CAU, den Museen und den Verbänden zu führen. Die Staatskanzlei hat zu einem ersten Gespräch eingeladen.

 
   
 
Frauke Rehder, 17.02.2008