DigiCult Museen SH - Aktuelles

  Museumsverband Sachsen-Anhalt auf dem Weg zur EUROPEANA  
  Da sich auf dem Weg zur Publikation von Museumsobjekten in der Europäischen Digitalen Bibliothek (www.europeana.eu) die Frage nach der Einhaltung von Standards immer drängender stellt, widmete der Museumsverband Sachsen-Anhalt dieser Thematik am 5. Mai im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle eine eintägige Fortbildung. Referenten waren Mitarbeiter des Instituts für Museumsforschung (IfM)in Berlin sowie vom Projekt digiCULT.
So führte Prof. Monika Hagedorn-Saupe in das von einer Arbeitsgruppe der Fachgruppe Dokumentation des DMB entwickelte Harvestingformat museumdat ein, das die Zusammenführung von digitalen Museumsobjektdaten aus verschiedenen Anwendungen in übergeordnete Portale erleichtert, und gab Einblicke in Geschichte und Stand der Europeana.

Dr. Stephan Rohde Ensslin stellte das im Rahmen von eContentplus mit europäischen Mitteln finanzierte Athena-Projekt vor, das praktische Hilfe für die Museen auf dem Weg zur Europenana anbietet. Darüber hinaus referierte er über den derzeitigen Stand von "museum-digital :: sachsen-anhalt", einem Datenpool, in dem Objektdaten aus sachsen-anhaltinischen Museen für die Weitergabe an die Europeana und an die geplante Deutsche Digitale Bibliothek gesammelt werden.

Axel Ermert, Dokumentationsexperte des IfM, gab einen Überblick auf in der Museumsdokumentation bewährte Vokabulare und verwies auf die Initiative "museumsvokabular.de", eine Plattform, auf der lizenzfreie Vokabulare zur Verfügung gestellt werden.

Abschließend zeigte Frauke Rehder am Beispiel des Projektes digiCULT, wie mit technischen Mitteln die Verwendung von kontrolliertem Vokabular im Rahmen eines Verbundprojektes in der Praxis anwenderfreundlich umgestzt werden kann, um schon in Zeiten vor der digitalen Erfassung formulierten Standards gerecht werden zu können.

Weitere Fortbildungen zu diesem Themenkomplex sollen folgen.
 
  Link: www.mv-sachsen-anhalt.de  
 
Frauke Rehder, 07.05.2009