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  Deutsche Digitale Bibliothek ist online  
  Am 28. November war es endlich soweit: Im Rahmen einer Pressekonferenz im Alten Museum Berlin ist die Deutsche Digitale Bibliothek mit einem Betalaunch online gegangen. Träger der DDB ist ein Kompetenznetzwerk aus 13 Vertretern verschiedener Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen, in dem sich digiCULT seit Jahren engagiert. Zum Start sind ca. 5,6 Mio Objekte und Digitalisate zugänglich, darunter 39.000 Datensätze aus dem digiCULT-Verbund.
„Das ist eine wirkliche Demokratisierung von Kunst und Kultur“, sagte Vorstandssprecher Hermann Parzinger. Bisher sind Daten zu Büchern, Bildern, Filmen, Noten, Musikstücken und anderen Archivalien aus 90 Einrichtungen für jedermann zugänglich. Angestrebt ist eine Vernetzung aller Kunst- und Wissenschaftseinrichtungen sowie eine Integration in die Europeana. Parzinger betonte, dass die die Digitale Bibliothek im Gegensatz zu Suchmaschinen wie z- B. Google nicht auf möglichst viele Klickzahlen aus sei, sondern für die Qualität, Seriosität und Verlässlichkeit der Daten stehe. Als Vertreter des Bundes sprach Matthias Harbort von einem „Jahrhundertprojekt“.
Als Vertreterin der Bundesländer betonte die Thüringer Bildungsexpertin und Vorsitzende des Kuratoriums Elke Harjes-Ecker: „Wir wollen mit der Digitalen Bibliothek die Anschluss- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Wissenschaft, Forschung und Bildung sichern, aber auch unser einzigartiges kulturelles Erbe für jedermann komfortabel über einen zentralen Anlaufpunkt zugänglich machen.“
Die jetzt freigeschaltete „Betaversion“ soll im Laufe des kommenden Jahres in den Regelbetrieb überführt werden. Geplant ist auch die Entwicklung eines Kinder- und Jugendportals.

 
  Link: www.deutsche-digitale-bibliothek.de  
 
Frauke Rehder, 30.11.2012