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  Workshop Kulturdigitalisierung 2013 in Jena  
  Zum zweiten Mal lud die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) zu einem Workshop in ihr Hauptgebäude in Jena ein, um am 5. Dezember aktuelle Projekte zur Digitalisierung von Kulturgut aus den Bereichen Archiv, Bibliothek und Museum vorzustellen und zu diskutieren. Bibliotheksdirektorin Dr. Sabine Wefers betonte in ihrer Begrüßung auch die enge Zusammenarbeit mit digiCULT.
Über 50 interessierte Zuhörer folgten der Einladung von Dr. Thomas Mutschler, der als Beitrag der Bibliotheken das Projekt "Lutherflugschriften online" vorstellte. In dem vom Freistaat Thüringen geförderten Kooperationsprojekt der Wartburg Eisenach und der ThULB wird die Flugschriftensammlung der Wartburg seit 2011 erschlossen, digitalisiert und der Öffentlichkeit online zugänglich gemacht.

Über Virtuelle Forschungsumgebungen und die Möglichkeiten digitaler Editionstechniken, die ein hohes Maß an intellektueller Unterstützung erfordern, referierte Dr. Thomas Burch vom Trier Center for Digital Humanities.

Dagmar Blaha vom Thüringischen Hauptstaatsarchiv Weimar berichtete über das länderübergreifende Projekts "Digitales Archiv der Reformation (DigiRef)", in dessen Rahmen wichtige Schriftzeugnisse aus den Staatsarchiven Mitteldeutschlands wie Ablassbriefe oder Gemeindeunterlagen wissenschaftlich aufgearbeitet, in moderne Sprache übersetzt und anschließend im Internet zugänglich gemacht werden sollen. Beteiligt sind die Archive der Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen.

Anschließend stellte Frauke Rehder das Konzept von digiCULT als Gesamtlösung für die Erfassung von Museums- und Sammlungsbeständen im Verbund vor. Wie sich die praktische Arbeit mit digiCULT.web darstellt, demonstrierte Dr. Andreas Christoph vom Ernst-Haeckel-Haus am Institut für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik der Universität Jena. Geplant ist hier mittelfristig Einbindung hochaufgelöster Digitalisate von Landkarten und Globen in Kooperation mit digiCULT und der ThULB.

In der Abschlussdiskussion wurde deutlich, welche Möglichkeiten die digitalen Techniken für die Forschung in allen Kulturbereichen bieten, sofern die Bereitschaft zur Abstimmung und Festlegung auf Standards und Methoden vorhanden ist. Weitere Workshops sollen folgen.
 
  Link: www.thulb.uni-jena.de/start.html  
 
Frauke Rehder, 11.12.2013