DigiCult Museen SH - Aktuelles

Postkarte
  Objekt 30.000 im Portal museen.thueringen.de: Buteo lagopus  
  Buteo lagopus, ein männlicher Raufußbussard starb in Westsibirien vor 141 Jahren durch die Hand von Alfred Edmund Brehm. –Und erlangt nun, post mortem im Portal museen-thueringen späte Berühmtheit als Objekt Nummer 30.000. Auf der Jahrespressekonferenz des Museumsverbandes Thüringen (MVT) präsentierten Stefan Tröbs, Teamleiter Digitalisierung des MVT und Stefan Curth, wissenschaftlicher Volontär der Brehm Gedenkstätte, den Upload des Raufußbussards und des Objektes 30.001, einer Postkarte Alfred Brehms an seine Frau.
Durch die Präsentation auf dem Portal könne man Wissenschaftler und Interessierte auf das vorhandene Material aufmerksam und Werbung für das Museum und die Sammlung machen. Mit kostenfreier Bereitstellung der Software, einfacher Struktur, leichter Bedienung und nicht zuletzt mit der fachkundigen Betreuung durch das Digitalisierungsteam des MVT, sind aus Sicht der Brehm Gedenkstätte nur einige Vorteile der digitalen Objekterfassung mit digiCULT genannt.

Das digiCULT.web Projektteam, bestehend aus Rebecca Wulke, Marcus Rebhan und Stefan Tröbs, unterstützt die Museen fachlich und bei technischen Fragen mit der Software. Zudem werden die Einrichtungen in Fototechnik geschult, um optimale Bilder zur Sammlungspräsentation zu erstellen. Zentral in der Arbeit des Teams ist die Pflege des Online-Portals und die Erstellung einer Museumsdatenbank Thüringen in Zusammenarbeit mit der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena.

Der Werbeeffekt durch die veröffentlichten Daten ist für die Museen ein nicht zu unterschätzender Faktor. 172 Thüringer Museen können zurzeit davon profitieren, dass ihre Objekte online recherchier- und einsehbar sind. Das Projekt ‚Digitalisierung von Kulturgut‘ und das Projektteam des MVT in Thüringen nehmen eine führende Position in Deutschland ein. Außerdem werden sie vom Freistaat Thüringen unterstützt. Dieser leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung des Beschlusses zur Digitalisierung des kulturellen Erbes in Europa von 2009.
 
   
 
Freederike Remmers, 07.03.2017