DigiCult Museen SH - Aktuelles

  digiCULT-Verbundkonferenz 2017 mit Besucherrekord  
  Mit rund 90 Teilnehmern fand die digiCULT-Verbundkonferenz am 10. Juli in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek eine große Resonanz. Als Gastgeber und Vorstandsvorsitzender begrüßte Dr. Jens Ahlers Teilnehmer und Referenten und gewährte einen letzten Blick auf die große Ausstellung zu Zar Peter III. und Katharina II. von Russland.

Auf besonderes Interesse stieß die Vorstellung des vom BKM geförderten nationalen „Bildportals der Kultureinrichtungen“ durch Hanns-Peter Frentz, Direktor des bpk-Bildarchivs. Dieses Portal ist ein kostenpflichtiges zentrales Dienstleistungsangebot der Kultureinrichtungen, das sich vor allem an gewerbliche Nutzer richtet. Mit dieser öffentlich-rechtlichen Einrichtung soll ein für die Wirtschaft hoch attraktives gewerbliches Online-Portal der Kultureinrichtungen entstehen, in dem deren Kreative recherchieren und geeignete Motive umgehend bestellen können. Damit soll erstmals erreicht werden, dass die Kultureinrichtungen bei der gewerblichen Verwertung ihrer Inhalte durch eine entsprechende faire Vergütung angemessen beteiligt werden. Das auf Highlights abzielende „Bildportal der Kultureinrichtungen“ ist als „kommerzielle Schwester“ der als nationale öffentlich-rechtliche Metaplattform für sämtliche digitalisierten Inhalte aller teilnehmenden deutschen Kultureinrichtungen angelegten Deutschen Digitalen Bibliothek zu verstehen.

Als neue Kultureinrichtung im digiCULT-Verbund war das Volkskundemuseum in Schönberg durch Museumsleiter Olaf Both vertreten. In seinem Vortrag "Wegpacken, Ausstellen oder Einmotten – aus der Arbeit des Volkskundemuseums Schönberg /MV" beschrieb Herr Both den Weg des Volkskundemuseums und seiner Sammlung bis zu seinem heutigen Standort. Mit viel Initiative der Beteiligten ist ein attraktives, barrierefreies Museums geschaffen worden, das auch schwierige Themen der Regionalgeschichte in Zeiten des Nationalsozialismus nicht scheut.

Neu ist auch das Sammlungsportal der Friedrich-Schiller Universität Jena: vorgestellt von Frau Dr. Tilde Bayer als Sammlungsbeauftragte der Universität und Herrn Michael Lörzer, stellvertretender Direktor der Thüringischen Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) "sammlungen.uni-jena.de – das neue Sammlungsportal der Friedrich-Schiller-Universität Jena". Ziel des Portals sei es, die Sammlungen der Universität Jena einer breiten Öffentlichkeit im Internet zugänglich zu machen. Das Portal bietet Informationen zu den Sammlungen und ihren Objekten und gewährt einen Zugriff auf die im MyCore-System der ThULB gehostete hochaufgelöste Digitalisate sowie eine Verknüpfung zu wissenschaftlichen Publikationen im Verbundkatalog des GBV.
Im Anschluss an den Vortrag dankte Rainer Raber als Aufsichtsratsvorsitzender Frau Dr. Bayer im Namen der digiCULT-Verbund eG für ihr Engagement im Aufsichtsrat in den Jahren 2012 bis 2015.

Aus dem Rheinland stellte Frau Dr. Lina Franken den Weg zum Portal Alltagskulturen vor. "Das Portal Alltagskulturen im Rheinland in der Weiterentwicklung – von der Projektidee zur Ausbaustufe". Das Portal bietet sowohl einen thematischen Einstieg in die digitalisierten Bestände der Alltagskulturen, als auch die Möglichkeit der differenzierten Recherche in den Datenbanken. Die verschiedenen Bereiche sind, auf wissenschaftlicher Basis für die Öffentlichkeit verständlich und digital zugänglich gemacht.

Am Ende der Vorträge konnten die Teilnehmer der Tagung einen Einblick in die digiCULT Arbeit gewinnen. Axel Vitzthum, Carsten Meifort, Björn Schill und Ruben Wünsche stellten die "Neues zu digiCULT: Entwicklungen und Infrastruktur" vor. Neben neuer Infrastruktur durch den Serverumzug wurden auch interne Aufgabenverteilung mit Hilfe eines Ticketsystems und Neuerungen bei digiCULT.web und xTree vorgestellt. Nach einem intensiven Tagungsprogramm ging es nach der Mittagspause für einige Teilnehmer mit der Generalversammlung weiter.

Bilder: Sönke Ehlert
 
   
 
Freederike Remmers, 18.07.2017