Bochmann besuchte die Kunstakademie Düsseldorf und war mit Marianne Feddersen, eine Tochter des schleswig-holsteinischen Landschaftsmalers Hans Peter Feddersen verheiratet. Bochmanns Skulpturen sind vom spätakademischen Realismus geprägt und zeichnen sich durch große Lebendigkeit, anatomische Präzision und detailgetreue Erfassung von Bewegung und Physiognomie aus. Die Motive seiner fein durchgeführten Genre- und Charakterfiguren mit einer starken Betonung des Gefühls wie „Familienglück“, „Abschied“ oder „Seemanns Heimkehr“ fand er überwiegend im holländischen Volks- und Fischerleben. Bochmann ist im September 1914 bei den ersten Kämpfen in Frankreich gefallen. Eine Studienreise hatte ihn auch nach Italien geführt.
Bei der vorliegenden Skulptur handelt es sich vermutlich um einen Bronzeguss der Gruppe "Wäscherinnen am Gardasee" aus getöntem Gips, die 1917 in der Kunsthalle Düsseldorf auf der Gedächtnisausstellung des Künstlers ausgestellt war.