Robert Korn besuchte die Kunstakademie in Berlin, wo er seit 1896 über ein eigenes Atelier verfügte. Hier entstand als eines seiner ersten eigenständigen Werke der „Schimpanse“, von dem er 1897 auf der Großen Berliner Kunstausstellung einen Gipsabguss ausstellte. Korn verbindet hier den genauen zoologischen Blick in leiser Andeutung mit einem der wichtigsten wissenschaftlichen Themen seiner Zeit - dem Darwinismus - und verleiht dem Schimpansen einen geradezu menschlich-nachdenklichen Gesichtsausdruck. Auch in Zukunft machte er sich Korn mit lebensechten Tierplastiken, die sich durch eine präzise und naturalistische Beobachtungsgabe auszeichnen, einen Namen. Wie Georg Wrba schuf auch Korn eine „Reitende Diana auf der Hirschkuh“. 1904 erhielt er ein Stipendium der Preußischen Akademie für einen Aufenthalt in Rom. Im Ersten Weltkrieg infizierte sich Korn an Tuberkulose und obwohl ihm der Direktor des Berliner Zoos ein eigenes Atelier einrichtete, konnte er seine künstlerische Tätigkeit nicht wieder aufnehmen.