Sieben verschiedene Figuren in Arbeitskleidung und charakteristischer Haltung, auf vierseitiger, an den Ecken abgeschrägter, naturalistisch als Straßenpflaster modellierter Standfläche: Ausrufer, mit einer Kiepe auf dem Rücken - Schlachter, die Molle auf der linken Schulter - zwei verschiedene Straßenarbeiter beim Festrammen der Pflastersteine - Fischer und Fischerin, mit einem Eimer in der Rechten - Hamburger Mamsell, unter dem rechten Arm ein tuchbedecktes Gefäß.
Auf der Hamburger Gewerbe- und Industrieausstellung von 1889 wurden Rampendahls Terrakottafiguren mit einer Goldenen Medaille und einem Ehrenpreis ausgezeichnet. "Es steckt eine Frische und ein Humor in ihnen, der wahrhaft herzerquickend wirkt, wie ein gutes launiges Lachen", schreibt der Berichterstatter. "Es ist erstaunlich, bis zu welcher Schärfe des Ausdrucks es der Künstler gerade bei der Modellierung der Gesichtszüge zu bringen verstanden hat. Da ist nichts Mühsames, Erzwungenes wahrzunehmen; die Gesichter, oft nicht zwei Centimeter groß, tragen ein den gewollten Ausdruck vollständig treffendes individuelles Gepräge...und so sind ihm denn kleine Kunstwerke gelungen, welche an Wahrhaftigkeit und Unmittelbarkeit des Eindrucks zu den Besten gehören, was in dieser Art geboten wird...In Hamburg als Exportartikel fabriziert, gehen sie in großen Massen nach Amerika, um von dort nicht selten in den Koffern der Europäer als Erinnerung an das ferne Land und wohl auch irrtümlich als Product desselben aufgefasst, hierher zurückzukehren."
Rampendahls Terracottafiguren geben die Volkstypen bis ins Detail realistisch wieder, ohne ins Genre abzugleiten. Insofern können sie als die dreidimensional verwirklichten Nachfolger von Christoffer Suhrs Hamburger Ausrufern von 1806 angesehen werden.