Der Standfuß ist leicht tailliert, vier Henkel zieren die scharf konturierte Ausformung der Henkel im Schulter- und Halsbereich. Die Konturen sind dezent durch das Hervortreten des türkisfarbenen Fond betont.
Der Keramiker Adam Hermann Wessely erlernte in Königsberg das Töpferhandwerk und arbeitete zunächst in verschiedenen Ofen- und Tonwarenfabriken. 1870 machte er sich in Hamburg selbständig und produzierte zunächst weiße und farbig glasierte Kachelöfen im Stil des Historismus.
Später kamen kleinere kunstgewerbliche Gegenstände hinzu. Besondere Anregungen erhielt Wessly durch die reiche japanische Abteilung, die Justus Brinckmann im Museum für Kunst und Gewerbe einrichtete. Auf Veranassung des Direktors der Kunsthalle Alfred Lichtwark stellte Wessely Versuche an, schöne Blumenvasen herzustellen. Lichtwark forderte, dass Maß, Gestalt und färbe der Vasen von den Blumen aufgenommen werden sollten, für welche die Vasen bestimmt waren. Aber die so geschaffenen Vasen fanden in der Bevölkerung nicht die erwartete Aufnahme.
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