Heinig hatte oftmals experimentell kreative Ideen. So malte er ein paar Motive nach Musik, soll heißen, während die Schallplatte lief, hier war sie von Mozart, nahm er den Stift oder Pinsel mit Farbe und zog die Empfindungen sich dynamisch bewegend dirigentenhaft auf das Papier. So zumindest kann man es seinen schriftlichen Einlassungen dazu entnehmen. Bei den einzelnen Sätzen der Stücke wechselte er das Blatt, die Farben und den Rhythmus, bei Mozart analog wie beim Maler. Die Blätter zerschnitt Heinig später in Streifen und setzte sie im Stil seiner Rollagen farblich gestaltend im Wechsel wieder zusammen. So entstand dieses Bild im Rhythmus und Schwingen, Getragenes aber auch Schnelles im Wechsel, es lässt sich erahnen, genauso die Tempi, vielleicht auch Frequenzen und Tonart. Jedoch nicht exakt chronologisch der Entstehung entsprechend, sondern verschränkt und vermischt, der Entscheidung des Malers gemäß. Man könnte die Art der so angelegten vielzeiligen Darstellung gewissermaßen als farbliche Partitur der malerisch gestalteten musikalischen Darbietung sehen.