Seit Ende der 70ger Jahre befasste sich Heinig mehrfach mit der Darstellung zerstörter oder demolierter Objekte, vor allem Autos oder Teilen davon. Es ging ihm dabei um die Herausforderung, deformierte Gegenstände ins Bild zu setzen. Hier nun der vordere Teil eines Fahrzeugs, das durch Unfall weitgehend zerstört wurde. An der Front des hier dargestellten Fahrzeugs mit den leeren Höhlen der Scheinwerfer-Augen und den schief sitzenden Gitterleisten des Kühlergrills dazwischen steht im Zentrum des Bildes das Vorderrad links gänzlich frei sichtbar, da der Kotflügel fehlt. Die Stoßstange dort an der Ecke völlig verbogen, wie auch der Unterbau der Fahrzeugfront dort. Die Motorhaube wirkt verzerrt und deformiert vor dem wohl glaslosen Fenster, durch das man den oberen Teil eines Lenkrades sieht, rechts daneben vom Bildrand begrenzt die offene Fahrertür. Hinter dem Fahrzeug inmitten des Bildes steht eine Wand aus grobem Stein mit Fachwerk-artigen Balken darin, der Rest ist Papierweiß belassen.