Wie vor einem Baum sitzend, an den sie den Rücken lehnt erscheint dieser weibliche Akt mit dem sonnengebräunten Oberkörper, über den eine Kette wie aus Bernstein zwischen den Brüsten herabhängt. Das fein geschnittene Gesicht wirkt unter der Breite der geschwungenen Krempe des Schatten werfenden, roten Hutes noch dunkler, das schwarze und lange Haar fällt darunter bis über den Rücken hinab. Wie um die Hüfte gewickelt trägt sie einen längeren Rock, der sich im luftigen Faltenwurf über die beiden Knie wellt. Die bloßen Füße hat sie – die linke Hand in die Hüfte gestemmt – weit gespreizt auf den Boden gestellt. Die mit breiterer Kreide gesetzte Kontur ihres Körpers koloriert Heinig oben in kräftigen Farben, das Braun ihrer Haut, das Rot des Hutes und der Perlen der Kette sowie das Grün-Braun des Stammes an den sie sich lehnt. Der Faltenwurf des Rockes ist zwar recht scharf konturiert, zeigt aber eher pastellene Farben, auch ihre helleren Füße und die sichtbaren Unterschenkel bleiben geradezu blass.