Das morbide Bild, eine Doppelskizze, zeigt einen toten Kormoran mit seinem in Schwarz ausgeführten Gefieder oben im Bild. Das verendete Tier liegt lang gestreckt mit dem Kopf links und geschlossenem Auge, eins seiner Beine liegt hinten oben etwas unnatürlich verdreht zwischen weiteren Federn. Die naturnahe Darstellung der Szene kommt einer zoologisch exakten Darstellung gleich. Die Skizze darunter, blass durchscheinend und in der Gegenrichtung liegend, wirkt wie ein an der vertikalen Mittelachse des Blattes gespiegeltes Abbild des toten Objektes darüber. Auch hier sind die Strukturen der Federn sehr detailliert herausgearbeitet, der Künstler verzichtet hier jedoch auf die dunkle Färbung des Gefieders. So treten am Hals größere, unnatürlich wirkende Partien wie von Verletzungen vor. Auch dies ist eine recht alte Studie Heinigs aus der Anfangszeit seines Schaffens.