Im Mittelalter befand sich das Flensburger Hafengebiet unterhalb der Kirchspiele
St. Niukolai und St. Marien, wo mit der Schiffbrücke ein Anlegekai entstand. In einem alten Flensburger Grundbuch wird sie 1436 als "Schiprügge" bezeichnet, wurde jedoch bereits 1408 als solche erwähnt. An der Schiffbrücke konnten Schiffe mit größerem Tiefgang anlegen, wodurch neben Lade- und Löschvorgängen auch Handel hgetrieben werden konnte. Im Laufe der Zeit wurde Schiffbrücke ausgebaut und um eine sog. Norderbrücke erweitert. Vom 16. bis ins 17. Jh. hinein wurde an der Süderbrücke überwiegend Fisch und Stückgut, an der Norderbrücke Massengüter wie Holz, Kohle, Erz usw. umgeschlagen. Dort im nördlichen Abschnitt waren auch einige Werften angesiedelt. Nach Einführung der Dampfschifffahrt befand sich an der Schiffbrücke ein Anlegekai für die Fähre nach Kopenhagen. Im November 1872 wurde der Flensburger Hafen durch das verheerende Ostseesturmhochwasser verwüstet und dabei die Schiffbrücke zerstört. Nach dem Wiederaufbau wurde an ihr ein Restaurant eröffnet. Der 1806 in Dienst gestellte Dampfer ALEXANDRA liegt bis heute an der Schiffbrücke im jetzigen Historischen Hafen. In der ersten Hälfte der 50er Jahre unterzog man die Schiffbrücke einer Erneuerung und etwa 40 Jahre später zur Wasserseite hin umgestaltet. Ab den 1970er Jahren entwickelte sich die Schiffbrücke verstärkt zu einer Amüsier- und Partymeile.
(25a Flensburg)