In der Frankfurter Paulskirche tagten von 1848-1849 die Delegierten der Frankfurter Nationalversammlung. Seit dem 18. Mai 1848 debattierte dort ein Parlament, das über den zukünftigen Staatsaufbau und die Verfassung eines zukünftigen deutschen Nationalstaats entscheiden sollte.
Die Nationalversammlung verabschiedete im März 1849 die Frankfurter Reichsverfassung und boten Preußens König Friedrich Wilhelm IV. die Kaiserkrone in einem kleindeutschen Nationalstaat als konstitutionelle Monarchie an. Die Verfassung wurde von den meisten deutschen Einzelstaaten sowie beiden Kammern des preußischen Landtags angenommen. Wilhelm IV. lehnte jedoch sowohl die Verfassung als auch die Kaiserwürde ab. Ebenso wurde von allen größeren Einzelstaaten wie Bayern und Hannover die Verfassung abgelehnt. Österreich hatte sich Durch eine eigene neue Verfassung für einen österreichischen Einheitsstaat hat sich Österreich vom deutschen Reich ausgeschlossen. Preußen und Österreich sowie auch andere Staaten, befahlen im Mai den Abgeordneten aus ihren Ländern, ihr Mandat niederzulegen, und traten der Revolution nun mit offener Gewalt entgegen. Ende Mai 1849 flohen die verbliebenen Abgeordneten nach Stuttgart und bildeten dort ein Rumpfparlament, das aber bedeutungslos blieb und schon am 18. Juni durch württembergisches Militär aufgelöst wurde. Somit waren alle liberalen Bemühungen gescheitert und die Revolution beendet.
Unterhalb des Bildes von links naach rechts Namen von Abgeordneten:
"Jucho; Mohr; Zitz; Blum; Venedeÿ; Raveaux; Jahn".
(1 Frankfurt)