Das hier dargestellte Gebäude ist das ehemalige Museum für bildende Künste am Augustusplatz in Leipzig und geht auf die Gründung des Leipziger Kunstvereins zurück. Der Leipziger Kaufmann und Kunstsammler Adolf Heinrich Schletter vermachte noch zu Lebzeiten der Stadt seine umfangreiche Sammlung. Allerdings stellte er die Bedingung, das innerhalb von 5 Jahren ein eigenes Museumsgebäude gebaut wird. Der Architekt Ludwig Lange errichtete auf dem Augustusplatz einen von einer Stiftung finanzierten Museumsneubau. Unmittelbar vor Ablauf der Frist wurde das im italienischen Renaissancestil gehaltene Gebäude am 18.12.1858 eingeweiht.Wegen der stetig wachsenden Kunstsammlung musste der Bau bereits von 1880-1886 erweitert werden. Fast 400 Gemälde und Grafiken aus dem Museumsbestand wurden 1937 im Rahmen der Aktion "Entartete Kunst" von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. Am 4.12.1943 zerstörte ein Luftangriff das Gebäude vollständig, aus dem glücklicherweise einige Zeit zuvor ein Großteil der Bestände in Sicherheit gebracht worden war. Erst 61 Jahre später, genau am Tag der Zerstörung wurde ein neuer Museumsbau an anderer Stelle eingeweiht. Dort wo früher das alte Neue Museum, das Museum der bildenden Künste stand, befindet sich heute das Neue Gewandhaus.
(1 Leipzig)