Die St.-Laurentius-Kirche in Kosel aus etwa der 2. Hälfte des 12. Jhd.ist eine von drei Rundturmkirchen im Landesteil Schleswig. Die am Grunde etwa 1,80 m dicken Wände sind innen und außen aus Feldsteinen, zum Teil aber mit Ziegelsteinen ergänzt und ausgebessert. Während die Außenseiten der Wände senkrecht aufgezogen sind, ist die Innenseite leicht nach außen geneigt, Dadurch verringert sich die Wandstärke bis kurz unter die Decke auf ca. 1,20 Meter. Bei einer Grundüberholung 1863 wurden die Außenwände auf die heutige Höhe gebracht. Der Turm ist mit Sicherheit nachträglich an den Westgiebel der Kirche angebaut worden und dürfte aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammen. Bis auf etwa 3,40 Meter Höhe dient die Giebelwand der Kirche gleichzeitig als Turmwand. Nur in diesem Abschnitt besteht das Mauerwerk bis zum Dach aus unbearbeiteten Feldsteinen. Oberhalb des etwa 3,20 Meter hohen Feldsteinsockel besteht der Turm bis zum Dach aus Backsteinen. Das runde Dach des Turmes ist seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit Holzschindeln gedeckt.
Auf dem Friedhof neben der Kirche wurden die bei der Schlacht von Missunde am 2.2.1864 gefallenen 9 preußischen Soldaten beigesetzt. Hierbei handelte es sich um Soldaten vom Brandb. Inf. Reg. Nr. 60, 1 Soldat vom Brandb. Inf. Reg. Nr. 24, 2 Soldaten und 1 Leutnant vom Brandb. Art. Rgt.Nr. 3 sowie 2 Soldaten vom Westfäl. Inf. Reg. Nr. 13. Heute erinnern 2 gußeiserne Tafeln an die Gefallenen
(Ortsalbum 16-21)