Die Schwimmhalle im Ort Laboe, direkt auf den Strand an der Förde gebaut, war eine Attraktion seit den 1970er Jahren. Sie war ein Magnet vor allem für den Tourismus, doch auch von der regionalen Bevölkerung wurde sie gerne und viel genutzt, insbesondere sicher wegen des direkten Ausblicks nach draußen auf das Wasser der Förde, aber auch, weil sie mit natürlichen Meerwasser betrieben wurde. In den ersten 1990er Jahren, als Peter Heinig in Laboe lebte, entstanden die von ihm so genannten „Ortsbefunde“. Immer ging es um ein Detail aus dem örtlichen Leben, und so hatte auch die Schwimmhalle und insbesondere ihre aktive Nutzung sein Interesse geweckt. Diese Rohrfederzeichnung zeugt vom regen Treiben dort, Menschen, junge wie ältere, die im Wasser sich tummeln, am Rand des Beckens ruhen oder über die Rutsche den Weg ins Wasser finden. In der Ecke des Bades Mitte links verbreitet ein größeres Palmengewächs mediterranes Flair, die zwei Strandkörbe links daneben vermittelt den Eindruck, sich direkt auf dem Strand zu befinden, der ja ebenfalls unterhalb der großen Fenster beginnt, ein Blick da hindurch genügt, um auf dem Wasser der Förde vorbeifahrende Schiffe zu sehen, wie auch in diesem Bild hier.