Die alten Holtenauer Schleusen wurden südlich der Mündung der Levensau errichtet. Die beiden Schleusenkammern hatten eine Nutzlänge von 125 Meter und eine Nutzbreite von 22 Meter und die Tiefe betrug 9,8 Meter. Die Schleusenkammern werden durch Stemmtore verschlossen, je Kammer 2 Ebbe- und 2 Fluttore. Stemmtore sind ein aus zwei Flügeln bestehender Verschlusstyp für Schleusen und auch Docks. In geschlossener Stellung stehen diese Flügel nicht ganz rechtwinklig zur Schleusenwand, sondern zeigen leicht in Richtung des Oberwassers. Bei anstehendem Wasser werden die Flügel am Stoß aneinander gepresst, das für eine gute Abdichtung sorgt. Solange die Wasserspiegel vor und hinter dem Tor beim Befüllen oder Entleeren der Schleusenkammer nicht ausgeglichen sind, bleibt das Tor zuverlässig geschlossen. In geöffneter Stellung klappen die Flügel des Stemmtors in eine entsprechende Stemmtornische in den Schleusenwänden, sodass sie kein Hindernis für passierende Schiffe darstellen. Die offizielle Eröffnung der Holtenauer Schleuse fand am 29.9.1894, die Inbetriebnahme am 21.6.1895 statt.
Die Abbildung zeigt eine der Schleusenkammern im Bau.
(29 Nord-Ostsee-Kanal)