DigiCult Museen SH - Aktuelles

  Drei Jahre digiCULT - und es geht weiter  
  Einen Tag vor dem offiziellen Projektende, am 30.05.06, trafen sich die digiCULT Museen zu einer Projektkonferenz im Interdisziplinären Zentrum Multimedia der Universität Kiel, um sich über Projektergebnisse nach drei Jahren Projektlaufzeit zu informieren und den Fortbestand von digiCULT zu beratschlagen. Nach 9 Pilotmuseen zu Beginn nehmen zur Zeit ca. 25 Museen an digiCULT teil. Bei dem beantragten neuen Projekt "digiCULT plus" haben sogar 34 Museen ihre Mitarbeit schriftlich zugesichert.

Mit der überzeugenden Softwarelösung und zur Zeit etwa 13 000 im Museumsportal publizierten Sammlungsobjekten wird dem Projekt hohe Anerkennung weit über die Region Schleswig-Holstein hinaus gezollt. Nach externen Gutachten ist digiCULT, so Lütger Landwehr, der die Projektergebnisse vorstellte, ein herausragendes deutsches Projekt, das auch in MICHAEL-PLUS nachgewiesen werden wird, da dort digitale Sammlungen aus dem Kulturbereich auf europäischer Ebene zugänglich gemacht werden.

Wegen der Bedeutung des Projektes für das Land und der vollen Zielerfüllung nach drei Jahren intensiver Aufbauarbeit wurde die über die Staatskanzlei beantragte Zwischenfinanzierung für den Fortbestand von digiCULT von der Landesregierung kurzfristig bewilligt.

Damit geht das Projekt vom 1. Juli 2006 an in neuen Räumen auf dem Campus der Christian-Albrechts- Universität unter der neuen Trägerschaft des Museumsverbandes in die 2. Projektphase.

Das Rektorat der Uni Kiel unterstütze das Projekt auch in Zukunft intensiv, so konnte Lütger Landwehr weiter berichten, und habe großes Interesse an langfristigem Ausbau und Bestand von digiCULT. Über den neuen Projektantrag "digiCULT plus" werde zur Zeit in den Fachressorts beraten. Mit einer Entscheidung sei erst zum Ende des Jahres zu rechnen.

Axel Vitzthum stellte die Weiterentwicklungen beim Inventarisierungsprogramm Dokbase vor und belegte durch anschauliche Präsentationen auch die Neuentwicklungen beim Museumsportal in Hinblick auf klareres Design, Barrierefreiheit, bessere Objektdarstellung und Suchabfrageoptimierung. Hier arbeite man mit der Bremer Firma "Die Informationsgesellschaft" zusammen.

Mit über 1 Millionen Zugriffen (hits) pro Monat zeigt die Nutzung des Museumsportals durch digiCULT erhebliche Zuwachsraten, wie von der wissenschaftlichen Begleitung namens Herrn Dr. Lehmhaus vom IZM in einem Vortrag vorgestellt wurde. Er bestätigte dem Projekt die beispielslose Erfolgsbilanz und schlug vor, digiCULT durch Kooperationen auf den Bildungsbereich auszudehnen.

In der Abschlussdiskussion machte Frauke Rehder, von Anfang an als Kulturwissenschaftlerin im Projekt, deutlich, dass auch in der jetzigen Übergangsphase das Konzept der museumsnahen Beratung und Unterstützung durch das Projektteam für alle Museen Schleswig-Holsteins erhalten bleibe und die Arbeit im Kompetenz- und Beratungszentrum, wenn auch mit verringerter Stellenzahl, in Kiel weitergehe.
 
  Link: www.museen-sh.de  
 
Lütger Landwehr, 06.06.2006