DigiCult Museen SH - Aktuelles

  Fortsetzung digiCULT gesichert  
  Kiel – Das Projekt digiCULT Museen SH geht in die zweite Phase. Mit der Unterschrift von Minister Austermann unter den Zuwendungsbescheid Ende 2007 ist die Zukunft von digiCULT für weitere drei Jahre gesichert.
Unter dem Titel „digiCULT Museen SH- Entwicklung neuer Standards und Werkzeuge zum Wissensmanagement im Rahmen der Erfassung und Verbreitung des Kulturerbes der schleswig-holsteinischen Museen“ soll digiCULT weiterentwickelt werden.

Aus dem EU-gestützten Zukunftsprogramms „Wirtschaft“ werden dem neuen Projekt aus EFRE und Landesmitteln über 500 000 € Fördermittel zur Verfügung gestellt. Der neue Träger ist die FuE-Zentrum FH Kiel GmbH. Kooperationspartner sind der Museumsverband Schleswig-Holstein, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und weitere Institutionen aus dem Museums- und Hochschulbereich. Das Projekt bleibt weiterhin an der CAU zu Kiel angesiedelt, die als Eigenleistungen auch die Arbeitsräume und ein Teil der Personalmittel zur Verfügung stellt.

Bestehende Softwarekonzepte für Erfassung und Publikation sollen im Projekt auf der Basis neuer Technologien (AJAX, WSDL, SOAP..) weiterentwickelt werden, um die Kulturobjekte einfacher und besser zu erfassen und den Nutzern zugänglich zu machen sowie eine vernetzte Basis auch für zukünftige multimediale Vermittlungsformen zu schaffen. Außerdem wird die digiCULT-Software auf weitere Museumssparten ausgeweitet, um die Reichweite und Nutzungsmöglichkeiten zu erhöhen und mehr Museen die Teilnahme am Verbund zu ermöglichen. Dazu werden mit den Partnern und auf der Basis neuer Standards wie museumdat und museumvok Datenfeldkataloge, Erfassungsmasken und neue Thesauri erarbeitet. Die Daten sollen so aufbereitet werden, dass sie an größere Kulturportale oder Verbundprojekte, wie BAM, Prometheus oder die geplante Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) und die European Digital Library (EDL) weitergegeben werden.

Der Einsatz innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien ist eine entscheidende Voraussetzung für den Erhalt und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schleswig-Holstein. Mit dem Paradigmenwechsel von analog und singulär verwaltetem Wissen zu vernetzten digitalen Datenbanken und Webpublikationen wird das kulturelle Erbe für veränderte Nutzungs- und Wahrnehmungsgewohnheiten in der Informationsgesellschaft aufbereitet und die regionale Wirtschaftsstruktur, insbesondere der Tourismus, gestärkt.
Das neue Projekt digiCULT Museen SH soll die Kulturinstitutionen des Landes auf ihrem Weg in die Informationsgesellschaft ein weiteres Stück voranbringen.

 
  Link: www.museen-sh.de/objekte/  
 
Lütger Landwehr, 19.01.2008