DigiCult Museen SH - Aktuelles

ReferentInnen der Konferenz im Altonaer Museum
  Verbundtagung thematisiert webbasierte Erfassung und Online Portale  
  85 Teilnehmer informierten sich auf der diesjährigen Verbundkonferenz, die am 3. November im Altonaer Museum stattfand, über Inventarisierungsprojekte der Hamburger Stiftungsmuseen und von Schloss Gottorf sowie über Kooperationsprojekte der digiCULT-Verbund eG.
Nachdem der Vorstandsvorsitzende Dr. Jens Ahlers die Konferenzteilnehmer und Referenten begrüßt hatte, betonte Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, Wissenschaftlicher Leiter des Altonaer Museums, in seinem Grußwort die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung im Museumskontext.

In seinem Vortrag "Open Data und Museen" ging Börries von Notz, Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg, näher auf eine öffentliche Online-Präsentation der Hamburger Museen ein. Das geplante zentrale Wissensportal soll Hamburg spezifische Themen präsentieren und digitale Museumsbestände einbeziehen.

Sylvia Jodat und Peter Adler stellten in ihrem Vortrag "Rundum erneuert"
die Umstellung von DokBase auf digiCULT.web am Altonaer Museum vor. Die technischen Grenzen und inhaltlichen Einschränkungen von DokBase machten einen Wechsel notwendig. Nach der Migration der über 100.000 bisher erfassten Datensätze arbeitet das Altonaer Museum seit April 2014 produktiv mit digiCULT.web. In einem Vergleich wurden die verbesserte Erfassungsstruktur und die Medienverwaltung hervorgehoben.

Unter dem Titel "Auf der Suche nach Madame d’Ora" veranschaulichte Dr. Antje Schmidt den Datenbankwechsel am Museum für Kunst und Gewerbe und die Umstellung auf digiCULT.web. Dabei hob sie besonders die notwendige Datenbereinigung und die Thesaurusarbeit als Basis für die Migration der über 100.000 im alten System erfassten Datensätze hervor. Seit September 2014 arbeitet das Museum produktiv mit dem webbasierten Erfassungssystem.

Über digiCULT.web in der Praxis am Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf berichtete Dr. Babette Tewes. Dabei ging sie auf die Schwierigkeiten ein, die sich bei der Objekterfassung auf Basis von alten Zugangsbüchern und Inventarkarten ergeben und hob gleichzeitig die Vorteile der einheitlichen und strukturierten Erfassung mit digiCULT.web hervor. Seit Juli 2014 werden die Sammlungsbestände des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte webbasiert inventarisiert.

Thilo Martini vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) stellte in seinem Vortrag "Was sind schon 10 Jahre…?" den Relaunch des Online-Museumsführers und -Ausstellungskalenders der Rheinischen Museen vor, der am 7. Oktober freigeschaltet wurde. Zu den umfangreichen Neuerungen zählt neben einem barrierefreien Zugang auch die Einbindung des geolokalisierten Kartendienstes OpenStreetMap. Das Projekt wurde vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) koordiniert. Die technische Planung und Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit digiCULT.

Abschließend stellte Axel Ermert vom Berliner Institut für Museumsforschung (IfM) das Übersetzungsprojekt für die deutsche Fassung des AAT (Art and Architecture Thesaurus) vor. Das Projekt umfasst die Übersetzung der "Objektfacette" mit rund 17.000 Objektbezeichnungen. Das von digiCULT entwickelte Vokabularmodul xTree dient hierfür als Übersetzungsplattform. Nach Ablauf der Projektphase wird das Vokabular Ende 2014 über das deutsche AAT-Portal online zugänglich sein und den Museen zur Verfügung stehen.

Fotos: Sönke Ehlert

 
   
 
Sabine Waitzbauer, 17.11.2014