DigiCult Museen SH - Aktuelles

Hohes Arsenal Rendsburg
  Verbundkonferenz und Generalversammlung 2015 in Rendsburg  
  Zur diesjährigen Verbundkonferenz am 29. Juni im Hohen Arsenal in Rendsburg konnte Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Ahlers über 70 Teilnehmer begrüßen. Thematisch lag ein Schwerpunkt auf den Aktivitäten der naturwissenschaftlichen Universitätssammlungen. Aber auch rechtliche Aspekte der Onlinepublikation von Kulturgut standen im Fokus.
Als Vertreter der Hamburg Universitätssammlungen beschrieb Dr. Ulrich Kotthoff vom Institut für Geologie unter dem Titel "Ein Stein - 100 Fossilien die Erfassung einer international bedeutenden Sammlung von über 6.000 bernsteinen mit ca. 12.000 Inklusen in digiCULT.web als Zeugnis von hoher Biodiversität.

Dr. Andreas Christoph vom Jenaer Ernst-Haeckelhaus skizzierte digiCULT als Schnittstelle für Forschung und Lehre bei aktuellen Projekten an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wie z.B. der Erarbeitung eines kartographiehistorischen Vokabulars in xTree für eine Cartographica-Maske. Mit einer Sammlung für Experimentelle Wissenschaftsgeschichte hatte sich Ernst-Haeckel-Haus 2014 am von der Deutschen Digitalen Bibliothek veranstalteten ersten deutschen Kultur-Hackathon COD1NG DA VINCI beteiligt.

Als neues digiCULT-Mitglied präsentierte Dr. Jürgen Kolk die Stiftung Nordfriesische Halligen als Netzwerk im Netzwerk. Hier werden derzeitig bereits erfasste Bestände kulturhistorischer Zeugnisse des Lebens auf den Halligen in digiCULT.web migriert und im Museumsportal Nord sichtbar gemacht.

Die Realisierung des DFG-Projektes Portal Alltagskulturen (PortAll) im Rahmen des Projektes "Präsentation von Sammlungen im Internet (PSI) beim Landschaftsverband Rheinland stellten Christian MBaisch und Lina Franken vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn vor. In diesem Projekt geht es um die Digitalisierung und übergreifende Recherche von sowohl objektbasierten Sachzeugnissen wie auch von audiovisuellen und textbasierten Quellen. Dieser heterogene Quellenbestand erfordert jeweils unterschiedliche Digitalisierungsmaßnahmen und erzeugt unterschiedliche Metadaten, die wiederum spezifische Standards (LIDO, METS/MODS, EAD) bedienen müssen, um für eine Weiterleitung an übergeordnete Portal wie DDB und Europeana geeignet zu sein.


Abschließend referierte Dr. Ellen Euler, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Digitalen Bibliothek über rechtliche Aspekte der offenen Bereitstellung von Kultur und Wissen online. Sie beschrieb das Dilemma der Kulturinstitutionen zwischen dem Auftrag, kulturelle Inhalte sowohl für Bürger, als auch für kommerzielle Anwendungen der Wirtschaft zugänglich zu machen, und den rechtlichen Rahmenbedingungen, die dieses erschweren. In diesem Feld ist die Deutsche Digitale Bibliothek aktiv, hat einen Think Tank mit Experten zum Urheberrecht eingerichtet und unterstützt und berät bei der Zugänglichmachung von digitalen Angeboten.


In der sich anschließenden Generalversammlung wurden die Aufsichtsratsmitglieder Rainer Raber und Dr. Tilde Bayer turnusgemäß wiedergewählt.

Fotos: Sönke Ehlert
 
   
 
Frauke Rehder, 06.07.2015